[Suchtgefahr] Zusammenstellung von Anime-Songs mit ungeraden Taktarten
Zunächst erkläre ich extrem kurz, was ungerade Taktarten sind.
Die Musik, die ihr häufig hört, etwa J-Pop, ist grob gesagt im Grunde meist im 4/4-Takt.
Wenn ihr im Takt des Liedes viermal in die Hände klatscht, passt das wie eine Schleife zur Melodie und ihrem Rhythmus.
Aber bei ungeraden Taktarten passt es nicht.
„Huch, seit wann sind wir im Refrain?“ „Ich war voll im Groove, und plötzlich ist das Timing verrutscht – total überraschend.“ Solche verwirrenden Beats … dieses Erlebnis macht beim Hören richtig süchtig.
Diesmal gibt es ein Special zu Anime-Songs mit ungeraden Taktarten.
Bleibt gerne bis zum Schluss dabei.
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[Suchtfaktor] Zusammenstellung von Anime-Songs mit ungeraden Taktarten (1–10)
HeimwegHachikuji Mayoi ((CV; Kato Emiri)
Das Opening-Thema „Mayoi Snail“ (Mayoi MaiMai), gesungen von der Figur Mayoi Hachikuji aus dem TV-Anime Bakemonogatari, das als Episoden 3 bis 5 ausgestrahlt wurde. Der synkopierte, beschwingte Beat und der elektronische Sound wirken ausgesprochen niedlich und vermitteln genau das Gefühl eines typischen Charakter-Songs. Das 7/8-Taktmaß, das nach dem zweiten Refrain einsetzt, ist weniger eine hochkomplexe Spielerei als vielmehr eine natürliche Fortführung, die den Fluss der Melodie und den Charakter der Figur betont. Es ist ein energiegeladener Anison, der dank des ungeraden Taktes einen Hook hinterlässt und sich dennoch völlig stimmig und ohne Fremdheitsgefühl anhört.
BuddySakamoto Maaya

Die 19. Single der Sängerin Maaya Sakamoto, die im Alter von acht Jahren als Kinderschauspielerin debütierte und heute in vielfältigen Bereichen wie Synchronsprecherei, Schauspiel, Radiomoderation und Essayistik aktiv ist. Das Stück wurde als Opening-Thema für den TV-Anime „Last Exile – Fam, the Silver Wing“ verwendet und erzeugt durch die rasch aufeinanderfolgenden Tonartwechsel ein angenehm irritierendes Gefühl. Die Akzente ungerader Taktarten schaffen eine wirkungsvolle Spannung und setzen in der Rasanz einen unverwechselbaren Hook. Ein dramatischer Track, dessen kleine Reibungen im Geradlinigen besondere Catchiness hervorbringen.
Unentzifferbarjin

Die vierköpfige Rockband Jinn, deren Name vom Motto ihrer Mitglieder „Eine Formation bilden, Menschlichkeit nicht vergessen und Mensch sein, zur Klinge werden und dadurch Gott werden“ abgeleitet ist, veröffentlichte diesen Song als ihre dritte Single. Das Stück wurde als Opening-Thema für den TV‑Anime „Code Geass: Lelouch of the Rebellion“ verwendet, und schon das gitarrengetriebene Intro, dessen Rhythmus man beim ersten Hören kaum fassen kann, dient als Hook. Vom A‑Teil im 6/4‑Takt wechselt der Song in einen mitreißenden Refrain im 4/4‑Takt; durch den häufigen Einsatz von Synkopen wird jedoch das Gefühl der Irritation durch den Taktwechsel spürbar gemildert. Die rasant wechselnde Songstruktur macht süchtig – eine eingängige Rocknummer.
[Suchtfaktor] Zusammenstellung von Anime-Songs mit ungeraden Taktarten (11–20)
Das vom Aussterben gefährdete Dummmädchen!Chisuga Haruka

Dies ist die dritte Single der Sängerin Haruka Chisuga, die mit ihrer starken Gesangskraft zahlreiche Titelmelodien für TV‑Anime und Games gesungen hat. Der Song wurde als Opening-Thema für das Original Video Anime „Zetsumetsu Kigu Shōjo Amazing Twins“ verwendet und besticht durch eine „dirty“ wirkende Ausdrucksstärke, die mit dem Werk verknüpft ist. Der transparente Sound mit prominentem Piano und das Gefühl der Irritation durch die von Phrase zu Phrase wechselnden Taktarten erzeugen einen gewissen Suchtfaktor. Gerade weil die ungeraden Taktarten so wirkungsvoll sind, sticht das Gefühl von Rasanz im Refrain besonders hervor – ein eingängiger Popsong, in dem der Kontrast zwischen der niedlichen Stimme und dem Arrangement hervorragend zur Geltung kommt.
schneeweißMorohoshi Sumire

Ein Song der Sängerin Sumire Morohoshi, die seit ihrem dritten Lebensjahr dem Theaterensemble Himawari angehört und neben ihrer Musikkarriere auch als Synchronsprecherin und Schauspielerin aktiv ist. Das Stück ist auf ihrer ersten Mini‑CD „smile“ enthalten und wurde als Opening‑Theme der TV‑Anime‑Serie „Ascendance of a Bookworm – Um eine Bibliothekarin zu werden, scheut sie kein Mittel“ verwendet. Das Arrangement beginnt mit einem Intro, das eine klassische Ballade im 4/4‑Takt erwarten lässt, führt dann jedoch in eine Strophe über, die mit komplexen Taktwechseln spielt – eine erfreuliche Überraschung für alle, die Stücke in ungeraden Metren mögen. Ein klassisch anmutender Anison‑Track, dessen glanzvolles Ensemble und durchgehend spannungsgeladener Beat süchtig machen.
VyjumeniaYuuki Aoi

Die erste Single der Sängerin Aoi Yuki, die als Synchronsprecherin, Schauspielerin und TV-Persönlichkeit vielseitig aktiv ist. Der Song wurde als Ending-Thema des TV-Anime „World Conquest Zvezda Plot“ verwendet und besticht durch eine niedliche Gesangsstimme und ein transparentes, poppiges Arrangement. Insgesamt dominiert ein Dreivierteltakt, doch obwohl der Rhythmus zunächst klar vorgegeben wird, entsteht im Refrain eine subtile Verschiebung, die ein irritierendes Gefühl und eine einzigartige Schwerelosigkeit im Ensemble erzeugt. Kaum hat man mit der Analyse begonnen, ist der Song auch schon vorbei – und man möchte ihn direkt von vorn noch einmal hören.
Diese Stimme wird zur KarteHayami Saori

Saori Hayami, die zu den talentiertesten und beliebtesten Sprecherinnen der in den 90er-Jahren Geborenen zählt und in zahlreichen bekannten Produktionen mitgewirkt hat, sorgt immer wieder für Aufsehen. Unvergessen ist auch, wie sie im Mai 2022 in dem Meisterwerk „Ein Herz und eine Krone“, dem Film, der sie ursprünglich dazu inspirierte, Synchronsprecherin zu werden, die deutsche Synchronisation von Audrey Hepburn übernahm und damit für Gesprächsstoff sorgte. Hayami ist zudem als Voice-Artist musikalisch aktiv, und ihre Gesangsfähigkeiten werden in der Branche hoch geschätzt. Der hier vorgestellte Song „Sono Koe ga Chizu ni Naru“ ist ihre zweite Single, die 2016 als Double-A-Side veröffentlicht wurde, und wurde als Opening-Thema für den TV-Anime „Die rothaarige Schneeprinzessin“, in dem sie selbst die Hauptrolle spricht, eingesetzt. Bei diesem Stück, an dessen Text und Komposition Hayami selbst beteiligt war, fällt im Vergleich zu ihrem Debütsong „Yasashii Kibō“, der auf einem uptempo 8-Beat basiert, die veränderte Rhythmik auf: Der Refrain ist zwar in regulärem 4/4-Takt gehalten, doch das Intro steht im 5/4-Takt und die A- und B-Parts im 3/4-Takt – eine progressive Anlage, die zudem symphonische und klassische Elemente einbindet und das Stück alles andere als gradlinig macht. Popsongs im 5/4-Takt sind selten; hört man aufmerksam mit und klatscht den Takt mit, wird schnell klar, wie herausfordernd dieses Arrangement ist. Wenn sich der Takt ändert, wird es natürlich auch schwieriger, die Melodielinie nachzuvollziehen, doch Hayamis kraftvoll-geschmeidiger Gesang meistert dies mühelos – ein erneuter Beleg für ihre beeindruckende stimmliche Klasse als Vokalistin!






