Die Faszination von Maaya Sakamoto und empfohlene Songs
Was genau zieht Musiker so sehr an Maaya Sakamoto an?
Im Folgenden möchte ich die Faszination anhand von fünf Punkten vertiefen.
- Maaya Sakamoto – Überblick
- Yoko Kanno und Maaya Sakamoto
- Maaya Sakamoto, die aus dem Nest von Yoko Kanno ausgeflogen ist
- Gesamtbewertung
- Liedinformationen
1. Überblick über Maaya Sakamoto
Zunächst einmal ist Maaya Sakamoto (31. März 1980–) eigentlich Synchronsprecherin, daher sollten wir auch darauf kurz eingehen.
Seit etwa dem achten Lebensjahr war sie als Kinderdarstellerin aktiv und erhielt 1993 ihre erste Hauptrolle als Synchronsprecherin.
Unter den in der Otaku-Szene bekannten Namen wären zum Beispiel Mari Makinami Illustrious aus den Rebuild-of-Evangelion-Filmen und Ciel Phantomhive aus Black Butler.
Für Filme, die gewöhnliche Leute kennen, habe ich kürzlich in dem Animationsfilm „SING“ die Synchronstimme von Rosita übernommen.
Und bei Synchronisationen ausländischer Filme übernimmt sie häufig die Rolle von Natalie Portman (bei Synchronsprechern ist es oft so, dass – auch wenn nicht in allen Werken – eine gewisse Zuordnung besteht, welche ausländischen Schauspielerinnen und Schauspieler sie synchronisieren).
Und sie ist auch als Bühnendarstellerin und Radiomoderatorin äußerst aktiv.
Deshalb ist es für normale Leute völlig in Ordnung, mich einfach als jemanden zu sehen, der ziemlich gute Rollen bekommt und auf der Bühne bzw. im Rampenlicht ordentlich aktiv ist.
Und untrennbar mit ihrer Person verbunden ist ihre Tätigkeit als Sängerin.
Ihr offizielles Debüt war 1996 (schon als Kind sang sie/er Werbejingles), und dieses Jahr ist das 22. Jahr seit dem Debüt.
L'Arc oderGLAYDas ist also in etwa die gleiche Länge wie Ihre Tätigkeit als Sängerin/Sänger.
Das 15-jährige Jubiläumskonzert fand im Nippon Budokan statt, und das 20-jährige Jubiläumskonzert wurde in der Saitama Super Arena durchgeführt.
Außerdem ist er auch mit den CDs häufig in den oberen Oricon-Rängen vertreten, und das siebte Originalalbum „You can’t catch me“ erreichte Platz 1 der Oricon-Charts.
Dass ein/e Synchronsprecher/in die Spitze der Oricon-Charts erreicht, ist erst das zweite Mal seit Nana Mizuki (über die ich ebenfalls irgendwann schreiben möchte).
Ich denke, daraus lässt sich verstehen, dass es keineswegs so ist, dass die Gesangskarriere nur nebenbei in den Pausen als Synchronsprecherin betrieben wird.
Aber du bist doch ein/e Synchronsprecher/in, oder?
„Musikalität und so was …“ (So sehe ich das nicht.)
Ich denke, es gibt Leute, die es so (in etwa) sehen.
Doch selbst so etwas wird man bald nicht mehr sagen können; im Folgenden möchte ich die detaillierte Chronik seiner/ihrer Aktivitäten entfalten.
2. Yoko Kanno und Maaya Sakamoto
Es gibt eine Person, die beim Sprechen über die Sängerin Maaya Sakamoto auf keinen Fall fehlen darf.
Yoko KannoÜbersetzung
Yoko Kanno ist als Komponistin, Arrangeurin und Produzentin tätig und ihre Aktivitäten sind wirklich äußerst vielfältig: von Taiga-Dramen und Realfilmen wie „Umimachi Diary“ über Anime-Werke wie „Macross“ bis hin zu Liedern für die Kōhaku Uta Gassen und Werbespots wie für Cosmo Oil – und so weiter. Wahrscheinlich hat sie eine ganze Reihe von Stücken geschaffen, bei denen man beim Nachforschen merkt: Das habe ich schon einmal gehört.
Die Musik der kürzlich als Realfilm verfilmten „Ghost in the Shell“-Reihe wurde je nach Serie ebenfalls von dieser Person betreut.
Außerdem die leider aufgelöste, schmerzlich vermisste Gruppe SMAP und …T.M.RevolutionEr hat unter anderem in den Bereichen Komposition und Arrangement mit zahlreichen namhaften Künstlern zusammengearbeitet, und seine Fähigkeiten werden außerordentlich hoch geschätzt.
Unter der Produktion einer solchen Person debütierte sie 1996 mit „Yakusoku wa Iranai“, als sie als Synchronsprecherin noch weitgehend unbekannt war. Dass dieses Lied zum Opening des Animes „The Vision of Escaflowne“ wurde und sie zudem die Rolle der Hauptheldin sprach, verschaffte ihr schlagartig große Bekanntheit.
Im Jahr 1997 veröffentlichte ich das Album „Grapefruit“.
Gesangsfähigkeit und Ausdruckskraft waren noch recht unausgereift, aber ihre/seine Transparenz war überwältigend; als ich es 2005 zum ersten Mal hörte, spürte auch ich dieses Aufkeimen.
Und im Jahr 1998 veröffentlichte er das als Meisterwerk geltende Album „DIVE“.
Es wirkt so, als hätten ihr Weltbild und ihr Ausdrucksvermögen durch die Produktion von Kanno auf einen Schlag voll erblüht.
Dieses Werk wurde auch musikalisch hoch gelobt und erhielt 1999 in der Zeitschrift Music Magazine den ersten Platz in der Kategorie Kayōkyoku & Pop.
Und dann erschien 2001 das Album „Lucy“ sowie das erste Konzeptalbum „Easy Listening“, und 2003 wurde „Shōnen Alice“ veröffentlicht; damit kam die von Yōko Kanno produzierte Phase vorerst zu einem Ende.
Dies ist der grobe Verlauf der Yoko-Kanno-Ära, und ich denke, dass es damals viele gab, die es gerade deshalb gehört haben, weil es von Yoko Kanno stammt.
Die von Yoko Kanno komponierten Stücke sind zwar poppig, doch ihre Entwicklungen und Voicings (also die Art, Töne zu Schichtungen für Akkorde zu stapeln) sind äußerst ausgeklügelt. Im Schweben zwischen einem Mädchen von 16 Jahren und einer erwachsenen Frau von 23 vermittelt sich der Eindruck, dass ihre Träumerischkeit und Vergänglichkeit sehr gelungen eingefangen und verpackt sind.
Außerdem schien es, als würde man den Prozess mitverfolgen, in dem die verborgenen Talente der Künstlerin „Maaya Sakamoto“ zutage gefördert werden: Sie hat die Erfahrung gesammelt, trotz des typischen Yoko-Kanno-Flairs (ihre kompositorische Bandbreite ist ohnehin beeindruckend) eine äußerst herausfordernde und vielseitige Palette – von sehr akustischen Stücken über Drum’n’Bass, ethnisch anmutende Musik bis hin zu Rock – von Lied zu Lied kraftvoll und zugleich mühelos differenziert zu singen.
Maaya Sakamoto, die auf eine gewisse Weise geheimnisvoll wirkt und gewissermaßen rein kultiviert erscheint, zeigte bereits in „Shōnen Alice“ ihre Entwicklung zu einer erwachsenen Frau, sodass manche Fans vielleicht schon ahnten, dass das Duo sich auflösen könnte.
Und seit diesem Werk wählte er den Weg, mit eigenen Händen als einzelner Künstler auf das offene Meer hinauszuschwimmen.
3. Maaya Sakamoto, die aus Yoko Kanno hervorgegangen ist
Maaya Sakamoto und Yoko Kanno standen gewissermaßen in einem halb elterlichen Verhältnis, doch Maaya Sakamoto ist inzwischen selbstständig geworden.
Trotzdem lag es keineswegs an einer schlechten Beziehung oder an Problemen, sondern es war wirklich eine einvernehmliche Auflösung des Duos, für die das Wort „flügge werden“ passend ist.
Als Beleg dafür wird Herr Sugano noch immer häufig zu Maaya Sakamotos Konzerten eingeladen, wo er Klavier spielt, und er ist auch immer wieder in Form von Kompositionen und Arrangements beteiligt.
Um zum eigentlichen Thema zurückzukehren: Nachdem sie sich von der Produktion durch Yoko Kanno getrennt hatte, veröffentlichte sie 2005 das Album „Yuunagi LOOP“.
Dieses Werk wurde unter Mitwirkung eines vielfältigen Teams von Kreativen produziert, darunter der Komponist und Arrangeur h-wonder sowie die als Singer-Songwriterin bekannte Shoko Suzuki.
Ihre Musikalität ist zwar ausgefeilt, aber nicht von der geheimnisvollen, dunklen Intensität, die Yoko Kanno auszeichnet, sondern eher folkloristisch bzw. näher an gewöhnlichem J‑Pop, und dabei abwechslungsreich.
Dies ist zu einem Werk geworden, das wie eine neue Visitenkarte von Maaya Sakamoto wirkt. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass die Liedtexte – während sie ihren poetischen Kern bewahren, der offenbar von Yoko Kanno’s Musikalität beeinflusst ist – bodenständigere Ausdrucksweisen hinzugewonnen haben im Vergleich zu früher.
Und im Jahr 2007 veröffentlichte sie ihr zweites Konzeptalbum „30minutes night flight“.
Das vorliegende Werk, das das Konzept einer 30-minütigen nächtlichen Reise trägt, wurde so aufgenommen, dass die Spielzeit nahezu genau 30 Minuten beträgt.
Dabei wurde die im Vorgänger gezeigte Haltung, nämlich die Zusammenarbeit mit vielfältigen Kreatoren, beibehalten, während es zugleich gelungen ist, eine zuvor nicht vorhandene Einheitlichkeit zu etablieren.
Und mit ihrem sechsten Originalalbum „Kazeyomi“, das 2008 veröffentlicht wurde, erreichte sie schließlich Platz 3 in den wöchentlichen Oricon-Charts – die bis dahin höchste Platzierung ihrer eigenen Alben.
In diesem Werk ist der Song „Triangler“ enthalten, der nach längerer Zeit wieder von Yoko Kanno komponiert wurde und auch als Opening der TV‑Anime-Serie Macross F (Frontier) diente.
Es wurde auch als Single veröffentlicht, erreichte Platz 3 der wöchentlichen Oricon-Single-Charts, verzeichnete eine Auslieferungsmenge von 91.000 Exemplaren und gewann zudem verschiedene Auszeichnungen, darunter eine Goldene Schallplatte.
Ich denke, dieser Effekt wirkt sich auch stark auf das Album aus.
Übrigens soll die Tonlage etwas höher eingestellt sein als die, die Maaya Sakamoto normalerweise verwendet.
Auch die Songwriter des Albums – darunter Kaori Kano, Mina Kubota, Yoko Kanno, Shoko Suzuki und Katsutoshi Kitagawa – sind größtenteils Künstler aus unterschiedlichen Genres. Ob Shibuya-kei-Pop, glanzvoller, an Anison erinnernder Pop oder lyrische Balladen: Dank Maaya Sakamotos Gesang verschmelzen diese vielfältigen Stilrichtungen sofort zu einem Werk mit einheitlicher Note. Für mich ist dies ein Resultat ihrer Aktivitäten seit der Produktion durch Yoko Kanno und ein Beleg für die in dieser Zeit gereifte, fundamentale Stärke ihrer künstlerischen Ausdruckskraft.
In dieser Zeit erweiterte sie auch ihr Tätigkeitsfeld als Künstlerin, indem sie zum ersten Mal Songtexte beisteuerte – und zwar für „Aoi no Ether“, einen von Ranka Lee, einer der Hauptheldinnen aus Macross F, gesungenen Titel.
Und dann veröffentlichte er, wie eingangs erläutert, 2011 das eingangs erwähnte Werk, sein siebtes Originalalbum „You can’t catch me“.
Ich lasse den Aspekt der Aufzeichnungen außen vor, aber das auffälligste Merkmal dieses Werks ist ohne Zweifel die beeindruckende Besetzung der Kreativen.
Zusätzlich zu der bisherigen Besetzung mit Yoko Kanno, Shoko Suzuki, Shin Kono, Katsutoshi Kitagawa und der Texterin Yuho Iwasato (die seit Maayas Debüt beteiligt ist und in jüngerer Zeit auch für ihre Liedtexte für Momoiro Clover Z bekannt ist) kommen Jun Shibata, Atsushi Suemitsu, Suneohair und Shintaro Tokita (Sukima Switch... zudem sind erstmals Künstler wie Hidetoshi Sakurai (Magokoro Brothers) und Tomita Lab an Text, Komposition und Arrangement beteiligt.
Außerdem enthält es als Coverversion, die auch als Single veröffentlicht wurde, das Originalstück DOWN TOWN von Sugar Babe.
Darüber hinaus nehmen auch auf Spielerseite zahlreiche Künstler teil, die in der aktuellen Musikszene aktiv sind, aus verschiedenen Genres stammen und je nach Auswahl der Produzenten der einzelnen Stücke beteiligt werden.
toeEin Beispiel dafür ist Takashi Kashikura, der bei the HIATUS trotz einer sehr großen Zahl an Schlägen einen rhythmischen und vielfältigen Drumstil spielt.
Die chemische Reaktion, also die Zusammenarbeit zwischen Maaya-san und verschiedenen Kreatoren nach Yoko Kanno, erreicht in diesem Werk ihren Höhepunkt; ihre Haltung, die Genres von Pop über Jazz bis Rock überschreitet, ist nicht mehr etwas Zartes, das zu einem einstigen Mädchen gehörte, sondern zeigte, so schien es mir, die Stärke einer eigenständigen Künstlerin, die auch in Kollaborationen nicht verloren geht.
Im Jahr 2011 veröffentlichte sie unter dem Konzeptthema Winterlandschaft ihr drittes Konzeptalbum „Driving in the silence“.
Die große Begegnung hier ist Rasmus Faber.
Obwohl er Jazzpianist ist, komponiert und arrangiert der schwedische Künstler auf Basis von House Music und ist als DJ aktiv; seine geheimnisvolle, auf eine andere Weise als bei Yoko Kanno angelegte und glanzvolle elektronische Musik wird seit Yoko Kanno das Spektrum der Songs von Maaya Sakamoto, die bislang vor allem Band- und Live-Klänge in den Mittelpunkt stellte, weiter erweitern.
Im Jahr 2013 veröffentlicht er/sie das achte Album „Singer-Songwriter“.
In diesem Werk hat Maaya Sakamoto selbst die Texte, die Komposition und die Produktion übernommen, und sowohl die Liedtexte als auch die Musikalität hinterlassen insgesamt den Eindruck, dass sie im Vergleich zu früher sehr schlicht sind und viele vertraute, alltägliche Szenen einfangen.
Und ab diesem Werk wurde Maaya Sakamoto zur Selbstproduzentin.
Im Jahr 2015 wurde das bislang neueste Werk „FOLLOW ME UP“ zu einem Stück, in dem die Erfüllung im Privatleben durch die Heirat und die Erfüllung als Künstlerin/als Künstler auf eindrucksvolle Weise zusammenfanden.
Die Band apart, Shintaro Sakamoto (ehemals Yura Yura Teikoku), Cornelius, Yu Sakai – das Spektrum ihrer Kollaborationen hat sich erweitert, und vor allem hat sich auch ihr eigenes Kompositionsniveau im Vergleich zum vorherigen Werk erheblich gesteigert.
Selbst in seinen eigenen Kompositionen zeigt er an manchen Stellen eine ausgeklügelte Seite, die sich dennoch mit einer gewissen Pop-Affinität vereinbaren lässt, und darin ist unverkennbar der Einfluss von Yoko Kanno zu spüren – was mich persönlich auf angenehme Weise schmunzeln lässt.
4. Gesamtbewertung
Ich habe nun ausführlich so etwas wie die Geschichte der Künstlerin Maaya Sakamoto aufgeschrieben, aber was ist letztlich so beeindruckend an ihr?
Wenn ich es in meinen eigenen Worten ausdrücken soll, dann liefe es wohl auf „omnivoren Eklektizismus, der mit überwältigender Transparenz vereinbar ist“ hinaus.
In der von Sugeno produzierten Ära hat sie ihre Mystik und Transparenz als Waffen kontinuierlich geschärft und diese ohne Verlust bewahrt. In ihren späteren Aktivitäten hat sie vielfältige, genreübergreifende Kollaborationen unternommen, ohne dass man dabei Zwang oder mangelnde Fähigkeiten spürt; vielmehr scheint sie sich den Dingen furchtlos als eigenständige Künstlerin zu stellen.
Die Kompositionen von Yoko Kanno sind stilistisch sehr vielfältig und zudem äußerst sorgfältig ausgearbeitet; viele Stücke haben komplexe Rhythmen und Entwicklungen, und es dürfte die Frucht dessen sein, dass man dem folgen konnte.
Er ist eine Art von Person, die in ihrer Transparenz, die gleichzeitig mit einer genreübergreifenden, fruchtbar gewordenen Omnivorität koexistiert, einzigartig ist.
Da sie auch über umfangreiche Erfahrung mit Bühnenstimme verfügt, liefert sie auch live eine äußerst tragende, kraftvolle Gesangsstimme.
Und ihre Anerkennung als Künstlerin kommt im Tribute-Album „REQUEST“ von 2015 gut zum Ausdruck.
Abgesehen von denen, mit denen sie bisher bereits zusammengearbeitet hat, sah man dort, wie Leute wie SUGIZO, KIRINJI, Mayu Watanabe, Negicco, Akino Arai, TRUSTRICK … – die sich in Genre und Karriereverlauf stark unterscheiden – Maaya Sakamoto als Künstlerin mit Respekt „zubereiten“ beziehungsweise bearbeiten; dabei hatte ich keinerlei Gefühl, dass es darum ging, dass sie eine Synchronsprecherin ist oder Ähnliches, sondern empfand eine rein künstlerische Wertschätzung.
Darüber hinaus,FujifabricDer ehemalige Sänger, der verstorbene Masahiko Shimura, und Shoko Nakagawa,BUMP OF CHICKENIch bin der Meinung, dass sein Charme, über den sehr viele Menschen – wie Motoo Fujiwara, die Synchronsprecher Masumi Asano, Koichi Yamadera, Yui Horie und viele andere – offen sagen, dass sie ihn mögen, zweifellos echt ist.
Persönlich war der Auslöser dafür, dies zu schreiben,LUNA SEAAus dem Gespräch mit SUGIZO, in dem Maaya Sakamoto auf eine Stufe mit Björk, Esperanza und Kate Bush gestellt wurde und in dem ihre Lieblingslieder sowie uneingeschränktes Lob zur Sprache kamen, lässt sich schließen, dass ihre Faszination eher von Berufskollegen als von mir verstanden wird.
Es ist mir nach zwei Jahren gelungen, den Versuch zu wagen, mit Respekt vor einem Künstler, dessen Gefangener ich seit zehn Jahren bin, aus meiner eigenen Perspektive darüber zu sprechen.
Als ich aus meiner Sicht über den Reiz der Künstlerin Maaya Sakamoto schrieb, wurde es lang, also werde ich zum Schluss noch einige empfohlene Songs aufführen und für diesmal hier den Stift niederlegen.
Vielen Dank, dass Sie bis hierher gelesen haben.
5. Liedinformationen
Ich habe Maaya Sakamotos Schaffen rückblickend betrachtet und unabhängig vom Erscheinungsjahr einige Lieder ausgewählt, die ich persönlich empfehlen möchte.
Wenn es jemanden gibt, den ich in kompositorischer Hinsicht besonders hervorheben möchte, schreibe ich das ebenfalls.
Meer der Wunder (Liedtext: Iwasato Yūho; Komposition und Arrangement: Kanno Yōko)
Dies ist das Werk, das für das Opening des TV-Anime „Die Chroniken der Insel Lodoss“ vom goldenen Duo Yūho Iwasato und Yōko Kanno produziert und 1998 veröffentlicht wurde.
Mit einem fast religiös anmutenden, fantasievollen Flair, das noch eine jugendliche Unschuld bewahrt, passt die klare Stimme von Maaya Sakamoto hervorragend dazu und formt ein Stück, das an die Feierlichkeiten eines Seevölkerstamms erinnert.
Dieses Werk blieb drei Monate lang in den Hitparaden gelistet und hielt bis zur Veröffentlichung von „Triangler“ sowohl seine höchste Platzierung in den Oricon-Single-Charts als auch die höchste Verkaufszahl aufrecht.
Hemisphäre (Liedtext: Iwashiro Yūho, Komposition und Arrangement: Kanno Yōko)
Dieses Werk, das als Opening für den TV‑Anime „RahXephon“ verwendet wurde, wurde ebenfalls vom Duo Iwasato und Kanno produziert und 2002 veröffentlicht.
Der Anime hat einen sehr philosophischen und fantastischen Inhalt, und diese Weltanschauung wird auch in den Musikstücken ausgedrückt.
Die MelodieBjörkEs ist eine Art Electronica, und es ist ein äußerst komplexes Stück: Der Rhythmustrack wird ständig feiner, und die melodischen Linien sowie die Voicings der elektronischen Klänge verflechten sich auf komplizierte Weise.
Es ist ein Lied, das beim Karaoke unglaublich schwer zu singen ist, aber es wurde für mich der Auslöser, auf Maaya Sakamotos sängerisches Können zu achten, mit dem sie es mühelos meistert.
Regen fällt (Liedtext: Maaya Sakamoto, Komposition: Kaori Kano, Arrangement: Neko Saitō)
Dieses Werk, das als Ending des TV‑Animes „Kurogane no Linebarrels“ verwendet wurde, wurde 2008 mit Kaori Kano als Komponistin veröffentlicht.
Es ist eine wunderschöne Ballade, in der sich Streicher und Gitarrenrock miteinander verweben. Obwohl die Struktur nicht komplex ist, besingt dieses Lied mit zarter Intensität Regen und Zuneigung. Es ist persönlich meine liebste Ballade von Maaya Sakamoto.
Übrigens ist bei diesem „Ame ga Furu“ auch die B-Seite „Praline“ ein sehr gutes Lied, das ich ebenfalls empfehlen kann.
Als man Kaori Kano erwähnte, hatte ich bisher ein sehr starkes Bild von ihr als einer Art Wunderkind à la Chocolata (einer Band aus den 80ern, die Gesang mit New Wave, Funk und Pop verband). Umso mehr hat es mich überrascht, dass sie auch solch geradlinig schöne Stücke schreiben kann.
Buddy (Liedtext: Maaya Sakamoto, Komposition: School Food Punishment und Ryo Eguchi, Arrangement: Ryo Eguchi, Streicharrangement: Ryo Eguchi und Tatsuya Murayama)
Es wurde als Opening des TV‑Anime „Last Exile – Die Silberflügel von Fam“ verwendet und 2011 veröffentlicht.
Das Besondere an diesem Werk ist vor allem der melodische Teil, an dem Ryo Eguchi von School Food Punishment (2012 aufgelöst) und der emotionalen Hardcore-Gitarrenrockband Stereo Fabrication of Youth mitgewirkt hat.
Dieses Werk, in dem sich digitale Rock-Elemente mit Streichern verweben und in jedem Takt die Tonart wechseln, ist trotz seiner Pop-Ausrichtung äußerst tricky und zudem von einem starken Gefühl rasanter Dynamik geprägt.
Ich finde, es ist ein sehr süchtig machendes Lied, weil man bei jedem Hören etwas Neues entdeckt.
School Food PunishmentObwohl sie sich leider aufgelöst haben, mochte ich ihren trickreichen Rock, der Post-Rock, Electronica, Alternative Rock und verschiedene andere Elemente miteinander vermischte, sehr gern; und angesichts der guten Chemie zwischen Maaya Sakamoto und Yoko Kanno fühle ich beim Hören, dass eine solche Zusammenarbeit für mich persönlich die richtige Entscheidung war.
Stereo Fabrication Youth ist eine Band, die 1999 gegründet wurde.
ÜbersetzungLuminöses OrangeEs ist eine Band, die einen Gitarrenrock mit einer Richtung präsentiert, der trotz einer Dynamik wie bei (einer japanischen Alternative-Rockband, die im Ausland hoch bewertet wird) leichter zugänglich ist, und sie gehört zu den Bands, die mir persönlich ziemlich gut gefallen.
Derzeit scheint es sich um ein Soloprojekt von Ryo Eguchi zu handeln, der als Sänger und Gitarrist aktiv ist.
Be mine! (Liedtext: Maaya Sakamoto, Komposition: the band apart, Arrangement: the band apart, Ryo Eguchi, Streicharrangement: Ryo Eguchi, Toru Ishizuka)
Es wurde als Opening für den TV‑Anime „Welteneroberung ~ Die Intrigen von Zvezda ~“ verwendet und 2014 veröffentlicht.
Das Besondere an diesem Werk ist die Verschmelzung komplexer Akkorde mit einem poppigen, zugleich rasanten und technisch versierten Bandsound.
Obwohl sein Stil überall als äußerst kantig gilt, harmonierte er hervorragend mit Maaya Sakamoto.
Kein Wunder, denn die Komposition wurde von ... übernommen.the band apartUnter ihnen war der Bassist Masakazu Hara ein großer Fan von Maaya Sakamoto, und als Maaya Sakamoto beim Rock in Japan Festival auftrat, war er so enttäuscht, dass er sie nicht live sehen konnte.
Insofern ist es nur natürlich, dass man die Künstlerin Maaya Sakamoto versteht …
Die Band the band apart ist eine vierköpfige Rockband, deren Mitglieder alle über hohe instrumentale Fertigkeiten verfügen. Sie vereinen geschickt Heavy Metal, Progressive Rock, Funk und Fusion, und wirken auf den ersten Eindruck poppig – eine Rockband, auf die das Wort „pervers“ im Sinne von exzentrisch/abgefahren tatsächlich passt.
Ich habe es durch diese Zusammenarbeit erfahren, und als ich es zum ersten Mal hörte, war ich schockiert.
Ihre Werke enthalten ebenfalls eine Reihe sehr guter Stücke, also hören Sie sie sich bitte unbedingt auch an.
Fünf Wege zum Glück, die ich kenne (Text: Yūho Iwasato, Komposition und Arrangement: Rasmus Faber)
Es wurde als Opening der Fernseh-Anime-Serie „Kōfuku Graffiti“ verwendet und 2015 veröffentlicht.
Es ist ein Werk, das durch einen House-Music-Kick, der an Daft Punk erinnert, und äußerst glitzernde Synthesizer-Sounds gekennzeichnet ist.
Es hat mich ziemlich überrascht, in der japanischen Musik etwas im Stil von House Music zu hören, und dass es zudem ein Werk einer Synchronsprecherin ist.
Wenn man an elektronische Musik denkt, haben manche den Eindruck, sie sei sehr unorganisch oder kalt. Das ist jedoch keineswegs so: Es handelt sich um ein äußerst poppiges Werk und deshalb ist es auch Einsteigerinnen und Einsteigern sehr zu empfehlen.
Abgesehen davon halte ich Maaya Sakamoto für eine äußerst hochwertige Popkünstlerin, also nutzt doch bitte diese Gelegenheit, um euch mit verschiedenen ihrer Werke vertraut zu machen!


