Sammlung von Jazz-Einlagen und Coverversionen in Anime
Suchst du nach Anison, das du in Jazz hören kannst?
Die Titellieder, Insert-Songs und Endings aus japanischen Anime haben sich inzwischen als „Anison“ zu einem weltweit angesehenen Genre etabliert.
Aber Anime und Jazz – auf den ersten Blick scheint das nicht so recht zusammenzupassen, oder?
Doch wenn man hineinhört, merkt man, dass viele bekannte Anime-Songs Jazz-Elemente enthalten.
„Ich liebe sowohl Anime als auch Jazz!“ Für dich haben wir Lieder zusammengestellt, die du unbedingt hören solltest – inklusive Coverversionen.
Hör sie dir unbedingt an!
Anime-Jazz: Einlagenlieder und Cover-Sammlung (1–10)
Lupin III ’80Ōno Yūji

Wenn man an Jazz in Anime denkt, werden viele wohl sofort an dieses Stück erinnert. Genau – die allseits bekannte Melodie als Titellied der Fernsehserie „Lupin III“. Seit es 1977 als Titelmusik der auf dem Manga von Monkey Punch basierenden Anime-Serie „Lupin III“ veröffentlicht wurde, existieren zahlreiche Arrangements. Hier handelt es sich um die Version aus „Lupin III ’80“, die in dem Meisterwerk „Das Schloss des Cagliostro“ – dem ersten Animationsfilm, bei dem Hayao Miyazaki Regie führte und der ihn später zum berühmten Studio-Ghibli-Regisseur werden ließ – in voller Länge verwendet wurde. Es ist eine Big-Band-Darbietung: ein cooles Intro der Brass-Section, die Melodie vom Vibrafon gespielt. Da der Film selbst häufig im Fernsehen wiederholt wurde, dürften viele unter den zahlreichen Arrangements besonders diese Version oft gehört haben.
Deal with the deviltia

Dies ist das Opening-Thema des TV-Anime „Kakegurui“, der 2017 aus dem Manga von Toru Naomura adaptiert wurde. Der Sound, der jazzige Darbietung mit einer von Tempo geprägten Melodie kombiniert, passt perfekt zur Geschichte des Anime. Ein stilvoller, cooler Song, der vor Atmosphäre sprüht. Dieser Titel beginnt mit Schlagzeug und Tias Rufen und führt in ein Wechselspiel zwischen der Brass-Sektion und dem Baritonsaxofon über; Tias tiefgründiger Gesang klingt äußerst cool und erzeugt eine starke eigene Welt. Das in der Serie auftauchende Bild des Glücksspiels an der privat geführten Hyakkou-Akademie, das von einem Klassensystem beherrscht wird, lässt eine Stimmung entstehen, als befände man sich in einem luxuriösen Casino.
Tank!Kanno Yōko

Das Titellied „Tank!“ stammt aus dem 1998 gestarteten TV-Anime „Cowboy Bebop“. Komponiert wurde es von Yoko Kanno, die auch viele andere Animesongs wie für „Sōsei no Aquarion“ und „Macross“ geschrieben hat; das Stück wird zudem manchmal als Hintergrundmusik in Fernsehsendungen verwendet. Die Verwendung von Jazz als Titelmusik und BGM war damals sehr innovativ, und für manche war dieser Anime vielleicht der Einstieg in den Jazz. „Bebop“ im Animenamen bezeichnet einen Stil des Jazz; ein überwiegend improvisationsbasierter Stil, der nicht live im Clubbetrieb, sondern nach Ladenschluss im Kreis von Jazzmusikern entstand. Dieses Konzept passt hervorragend zur unkonventionellen, hardboiled geprägten Space‑Western-Ästhetik des Animes und macht „Tank!“ zu einer thematisch perfekt stimmigen Titelmusik.
FIRST NOTEUehara Hiromi

Ein Stück, in dem die glühende Seele des Jazz lebendig wird. Die Klänge, die Hiromi Uehara ihren Tasten entlockt, spiegeln geradezu den Glanz der Jugend wider. Das meisterhafte Zusammenspiel mit Saxofon und Schlagzeug rührt die Herzen der Zuhörer. Dieses Werk wurde eigens für den im Februar 2023 veröffentlichten Film „BLUE GIANT“ komponiert. Es bringt die Leidenschaft und das Wachstum der Protagonisten des Films zum Ausdruck. Nicht nur Jazzliebhaber, sondern auch alle, die ihren eigenen Weg durch Musik bahnen wollen, sollten dieses Stück unbedingt hören. Es wird gewiss eine Tür zu neuen Möglichkeiten öffnen.
BarkeeperNachuraru Hai feat. Shiina Junpei

Das gemeinsame Lied von Natural High und Junpei Shiina ist ein Meisterwerk, das die Feinheiten erwachsener Liebe und des Lebens zeichnet. Der Rhythmus, der Elemente aus Latin und Jazz aufgreift, ist charakteristisch und verleiht dem Stück eine urbane, raffinierte Atmosphäre. Es wurde im Dezember 2006 veröffentlicht und diente als Opening-Thema der Fuji-TV-Animeserie „Bartender“. Durch die Szenerie einer Bar bei Nacht werden die komplexen Gefühle und seelischen Schmerzen Erwachsener ausgedrückt, wobei ShiinAs soulvoller Gesang den Reiz des Stücks zusätzlich hervorhebt. Ein Song, der das Herz Erwachsener berührt – ideal, um ihn nach der Arbeit bei einem Drink zu hören.
Youkai-Halbmensch Bemhanī naitsu

Ein Meisterwerk des Fernseh-Anime, ausgestrahlt vom 7. Oktober 1968 bis zum 31. März 1969. Die japanische Männergesangsgruppe Honey Knights sang das Titellied „Yōkai Ningen Bem“. Die Geschichte erzählt von den drei künstlich geschaffenen Wesen Bem, Bera und Bero, die zwar von Wissenschaftlern entwickelt wurden, aber keine Menschen werden konnten und nun im Namen der Gerechtigkeit Ungeheuer und Bösewichte bekämpfen. Da es sich nicht um eine Arrangierung, sondern um ein Original im Jazzstil handelt, denken viele beim Thema „Jazz im Anime“ wohl zuerst an dieses Stück. Wer das Lied kennt, möchte unwillkürlich auch den Satz „Ich will schnell ein Mensch werden!“ mitsprechen.
Moanin’Art Blakey & The Jazz Messengers

In dem Anime „Kids on the Slope“, der Jazz zum Thema hat, spielt dieses Stück eine wichtige Rolle in der Handlung. Außerdem wird es häufig als Hintergrundmusik in Fernsehsendungen verwendet – viele von Ihnen dürften es also schon einmal gehört haben. Für Jazzmusiker ist es ein unverzichtbarer Klassiker. So wie der Protagonist Kaoru Nishimi durch dieses Stück den Jazz für sich entdeckt, möchten Sie vielleicht auch mit diesem Stück in den Jazz eintauchen?






