Hōhokekyo: Das Lied von Meine Nachbarn, die Yamadas. Titellied und Insert-Song
Basierend auf einem vierteiligen Comic von Hisaichi Ishii schuf Regisseur Isao Takahata den Film „Heisei no Yamada-ke“ (dt. Titel: „Die Yamada Familie“).
Charakteristisch sind die in weichen Linien gezeichneten Figuren sowie die Vielzahl an Musikstücken, die bei Japanerinnen und Japanern nostalgische Gefühle wecken.
Der Stil, der sich etwas von dem üblichen Bild eines „Ghibli-Films“ unterscheidet, sorgte zur Zeit der Veröffentlichung für Gesprächsstoff.
Ein wunderbarer Film, bei dem einem warm ums Herz wird und der einen daran erinnert, „die Familie zu schätzen“ – „Heisei no Yamada-ke“.
Diesmal stellen wir die Titel- und Einlagenlieder zusammen vor.
Es werden ausschließlich Meisterwerke präsentiert, die man unbedingt zusammen mit dem Film genießen sollte.
Ho-Hokekyo Das Lied von Meine Nachbarn, die Yamadas. Titellied und Einlagen (1–10)
Heitere Musik I Unstetes VoranstürmenYano Akiko
Ein Lied, dessen Rhythmus auf den Offbeats swingt – das fühlt sich sehr angenehm an. Auch die Leichtigkeit in Akiko Yanos Melodien ist unverändert präsent. Es ist ein Stück, das laufen könnte, während man draußen hüpfend unterwegs ist. Ich meine mich zu erinnern, dass es auch in einer Szene im Film zu hören war. Die transparente Atmosphäre, die sich mühelos in den Alltag einfügt, ist wunderschön. Bei mir entstehen Bilder von hellen Lichtstrahlen, die durch einen Vorhang fallen – wie hat es sich für dich angehört?
Heitere Musik III Meinen eigenen Weg gehenYano Akiko

Ein Stück von Akiko Yano, in dem sich Klavierklang und Gesang auf exquisite Weise voneinander abheben. Da Melodie und Klavierrhythmus synchron sind, wirkt diese Trennung beim Hören umso deutlicher. Trotz fehlender Liedtexte geht die Melodie dank Yanos charakteristischer Stimme überhaupt nicht unter. Im Titel steht zwar „fröhliche Musik“, aber das Stück vermittelt eher eine Atmosphäre, als würde es in einer Streitszene eingesetzt werden. Selbst in der kurzen Klangdauer entfaltet sich eine Geschichte – ein Lied, das beim Hören nie langweilig wird.
Que sera, seraYamada-ke no Hitobito & Fujiwara-sensei to Kurasumeeto
Es ist ein eingeschobenes Lied aus „Hohokekyo – Meine Nachbarn, die Yamadas“. Es handelt sich um ein Cover, doch da es auch gegen Ende des Werks verwendet wurde, hinterlässt es einen starken Eindruck. Gesungen vom gesamten Sprechercast, passt es hervorragend zur unbeschwerten Atmosphäre des Films und ist ein Stück, das dieses Werk geradezu symbolisiert.
Halt den Mund und folg mir.Yamada-ke no hitobito
Ein Lied, das die Familie Yamada im Stück a cappella lautstark im Chor singt. Das Original stammt von Hitoshi Ueki, der es mit sorgloser Heiterkeit vortrug. Der Text stammt erstaunlicherweise von Yukio Aoshima. Man spürt ganz deutlich die Atmosphäre der Nachkriegs-Showa-Zeit, in der Japan wieder zu Kräften kommen wollte. Es ist so etwas wie ein aufmunterndes Lied mit der Botschaft: „Lebe fröhlich und voller Energie.“ Ich würde es am liebsten laut im öffentlichen Bad singen, während ich im Becken sitze (lacht).
Ich höre auf, allein zu sein.Yano Akiko

Es ist das Titellied zu „Hohohkekyo: Meine Nachbarn, die Yamadas“, einem Film in Spielfilmlänge mit der interessanten Entstehungsgeschichte, dass er auf einem in der Zeitung veröffentlichten Vierpanel-Manga basiert. Liest man nur den Text, scheint es ein Liebeslied zu sein, aber durch das Bild des Werkes und den warmen Gesang erinnert das Lied zugleich irgendwie an Familie.




